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Revier-Vorstellung von Peter Ohl
Teil 2: Lac Vert
 

Der Lac Vert, im Saarland besser bekannt als der Mittersheimer Weiher, liegt ca. 60 km von Saarbrücken entfernt in der Region Lothringen im Département Moselle. Seit vielen Jahren schon ist er das Revier des Yachtclubs Saarbrücken, dessen Gelände auf einem Teil des großen Campingplatzes liegt. Der waagerechte Pfeil zeigt auf die Slipanlage und dahinter stehen das Clubhaus, die längst am Boden angewachsenen Wohnwagen und die Wohnmobile der Saarbrücker.
 
Der Aufenthalt im Clubhaus ist angenehm und auf dem Dachboden schläft man gut. Aber trotzdem, nirgendwo ist man der Natur näher als hier. Bei der Regatta 2015 spürten wir die Nähe ganz besonders, denn eine spezielle Art von Stechmücken machte sich mit Freuden über die Neulinge von den anderen Revieren her. Am Sonntagsmittag waren einige von uns übersäht mit juckenden roten Pickeln. In diesem Jahr hatten wir zum Glück Ruhe vor den Plagegeistern.
 

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Satellitenbild des LacVert                                                  © 2016 Google
 

Das obige Satellitenbild mit der Position der Tonnen und den Rundungspfeilen mag für die aktiven Segler der Ranglistenregatten weniger interessant sein, aber ich will damit den Lesern des „Kimmkieler“, die schon lange nicht mehr oder noch nie in Mittersheim gesegelt sind, aufzeigen, was der Segler dort tun muss, um an die Pokale zu kommen.
Wo ist denn die Tonne drei? Die ist vor langer Zeit abgetrieben und wurde nie mehr gefunden.
 
Die vier Dreiecke stellen die Tonnen dar, die wir bei einer Regatta runden müssen. Wegen der U-Form des Sees ist ein anderer Kurs nicht möglich. Die Lage des waagerechten Pfeils zeigt auch die Start- Ziellinie an und je nach Windrichtung starten wir nach Nordwesten oder Südosten. Im unteren, südöstlichen Bereich liegt der „Silbersee“ genannte Fjord mit der Tonne 5. Dieser Teil des Sees hat es in sich. Bei den meist vorherrschenden westlichen Winden kommt man unter Spinnaker zwar schnell hinein, um die Tonne zu runden, aber zurück ist Kreuzen angesagt mit kurzen Schlägen, Backbord vor Steuerbord, reicht es oder reicht es nicht, „Raum“ Gebrüll, das war knapp und da ist auch noch ein sch…Angler, aber irgendwann ist man wieder draußen und fühlt sich wie auf einem großen See. Fast immer werden im „Silbersee“ Positionen gewonnen oder verloren.
 
Auf dem Foto zeigen die gebogenen Pfeile an, wie die Tonnen bei angesagtem Backbordbug zu runden sind. Der Weg zurück vom „Silbersee“ über die Startlinie zu den Tonnen 1 und 2 könnte ein schöner langer Schlag sein, aber der Wind macht hier, was er will und hat von Vorwind- bis Amwindkursen die ganze Palette an Windrichtungen zu bieten. Die Vorschoter müssen hier alles geben, ganz gleich, wie stark oder schwach der Wind weht.
 

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Ein Teil des Feldes nach dem Start auf Kurs zur Tonne 4. Der Wind                             Der lange Schlag zurück zu den Tonnen 1 und 2 konnte ebenfalls
hatte nach dem Start gedreht und kam eine Zeitlang von achtern.                                 von den meisten Booten unter Spi gesegelt werden.
 

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Der erste Tag ist gelaufen. Es wurde wieder schön an diesem Abend,                             Die ganze Gilde nach der Siegerehrung vor dem Clubhaus.
aber ziemlich kalt.                                                                                                              Der Crémant ist verteilt und Heide hält noch eine kurze Rede.
 

Bei den vielen Dreiecken und Schleifen, die im Laufe der Saison auf den anderen Revieren zu segeln sind, ist der "Up and Down"-Kurs in Mittersheim eine schöne Abwechslung.
Aber richtig schön nur dann, wenn der Wind mal etwas kräftiger und nur aus einer Richtung weht. So wie bei der nächsten Regatta.
 
Au revoir, Mittersheim.