Die Fr├╝hjahrsregatta 2018. Wenig Wind, elf Boote am Start
und widrige Bedingungen bei den Vorbereitungen.

 
 
Die Sonne lachte, als h├Ątte sieÔÇÖs gewusst. Die erste Regatta der neuen Saison sollte am Silbersee gesegelt werden, aber der gr├╝ne See war spiegelglatt, denn der Wind lie├č erst mal auf sich warten. So konnten die vier Crews, die aus dem Saarland angereist waren, in Ruhe ihre Boote halbfertig machen. Halbfertig?
Es wird sich einiges ├Ąndern am Silbersee f├╝r die einheimischen Segler und besonders f├╝r die Regattasegler aus anderen Revieren, denn der Investor hat mit seinem Vorhaben begonnen, aus der Halbinsel Scharrau ein "Freizeitparadies" zu machen. Der Platz, den wir bisher als Takel- und Abstellplatz nutzen konnten, ist f├╝r uns jetzt tabu und was das bedeutet, ist schon etwas kurios.
Vor der Einfahrt zum Bereich der Slipanlage mussten wir die Boote soweit fertig machen, da├č nur noch der Mast zu stellen war. Dann fuhren wir mit gelegtem Mast unter der Freileitung zwischen dem Trafohaus und der Halle durch, stellten den Mast und brachten das Boot schnell und unauff├Ąllig zu Wasser. Zum Gl├╝ck hatten wir einige Liegepl├Ątze an den guten Steganlagen des Veranstalters bekommen, um dort den zweiten Teil der Takelarbeit erledigen zu k├Ânnen.
Ich m├Âchte hier ausdr├╝cklich betonen, da├č den KCF und den WSVR keine Schuld an diesem Dilemma trifft und wir froh sein k├Ânnen, da├č sie sich trotzdem die M├╝he machen und Regatten veranstalten. Deshalb sollte auch die Teilnahme an den kommenden Regatten auf dem Silbersee kein Thema sein.
 
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Hier sieht man die Steganlage des KCF, die wir als Liegeplatz nutzen konnten. Eines hat sie mit den Steganlagen auf vielen Revieren gemeinsam:
Wenn alle Boote mit dem Heck am Steg anlegen, ist ein Spezi dabei, der mit dem Bug voran anlegen muss. Einer, der anders ist als andere.
 
Als wir schon nicht mehr daran glaubten, kam etwas Wind auf und bald darauf gingen elf 517er und f├╝nf Minuten sp├Ąter vier Ausgleicher in den ersten Lauf. Wer den wenigen Wind am besten lesen konnte, war, wen wundert es, Peter Mehs mit seinem neuen Vorschoter Reinhard Harig.
                                                                                                               Foto: Ohl
 
Es wird auch in Zukunft schwer sein, an den beiden vorbei zu kommen, denn der Name Harig b├╝rgt f├╝r Qualit├Ąt. Auch Steffi und Jutta hatten einen guten Start und blieben vorne dabei, bis sie die Luvtonne zu eng rundeten und h├Ąngen blieben.
Bei dem schwachen Wind hatte das fatale Folgen f├╝r ihre Plazierung. So schoben sich nach nur einer gesegelten Runde Peter Mehs mit Reinhard Harig ├╝ber die Ziellinie, gefolgt vom Allroundsegler Robert Verspagen mit Leonie Kunz und Stephan Hammer mit Michael Wiwie.
 
Stephan und Michael waren ohne Fehler gesegelt und konnten somit den dritten Platz in der Regattawertung mit nach Hause nehmen, denn dieser eine Lauf war auch der letzte der Regatta. Der Wind schlief v├Âllig ein und auch am Sonntag war an Segeln nicht zu denken. Wettfahrtleiter Hansj├╝rgen Kalweit machte deshalb am fr├╝hen Sonntagnachmittag dem Warten ein Ende.
 
Nach der immer gleichen Prozedur des gleichzeitigen Slippens der Motorboote, des schweren Startschiffs und der ausw├Ąrtigen Segelboote sahen wir uns alle im Klubhaus des KCF zur Siegerehrung und zur Vernichtung des Kuchenb├╝ffets wieder. Die Stimmung war gut und es gab f├╝r die 517er auch Ranglistenpunkte, denn es waren elf Boote gestartet. Frank Knoch zog die Siegerehrung auf seine lockere und souver├Ąne Art durch und ├Ąu├čerte die Hoffnung, da├č wir uns zur Lionerregatta am 16./17. Juni hier wiedersehen.
 
Kommt Marilyn auch? Nat├╝rlich, denn sie hat mit Klaus Georgi einen neuen Vorschoter, der sich gut anstellte und den sie mit einem vierten Platz belohnte. Etwas Gl├╝ck war zwar auch dabei, aber immerhin.
 
Zum Schlu├č m├Âchte ich mich noch beim WSVR bedanken, die uns ihr Clubhaus f├╝r den erweiterten Seglerhock, die ├ťbernachtung und das Fr├╝hst├╝ck zur Verf├╝gung stellten. Eine nette Geste, die wir zu sch├Ątzen wissen.
 
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Segeln im unteren Grenzbereich. Fast ohne Wind.                          Fotos: Ohl        Der neue Job f├╝r die erfolgreichste Vorschoterin in der Geschichte der 517er:
                                             Auf Snoopy aufpassen.
 
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                                                                                                                                                                                                                                      Foto: KW Linz
Die Wettfahrtleitung, die Helferinnen und Helfer mit den Seglerinnen und Seglern der Fr├╝hjahrsregatta 2018.
Obwohl nur ein Lauf zustande kam, war die Stimmung wie das Wetter: Sommerlich. Der April hat viele Gesichter.