Die Herbstabschlu├čregatta 2018

 
 
 
Wo ein Wille ist, sind auch zehn Boote. Die Herbstabschlussregatta in Losheim
 
Der Bericht ├╝ber die letzte Regatta der Saison erz├Ąhlt nicht nur vom sportlichen Geschehen auf dem Wasser, sondern auch vom gro├čen Einsatz und Idealismus, mit dem die Seglerfamilie Becker diese Regatta m├Âglich gemacht hatte. Als feststand, da├č zwei Boote fehlen w├╝rden, setzten sich Oliver und Roman in ihre Autos und kamen nach l├Ąngerer Fahrt mit zwei Booten zur├╝ck, die in diesem Jahr noch kein Wasser gesehen hatten. Bis wir die Boote in ihr Element lassen konnten, war noch einiges an Arbeit notwendig, wobei vor allem Oliver Becker sein Improvisationstalent und handwerkliches K├Ânnen entfalten konnte.
Der Funke sprang schnell ├╝ber, fast jeder half und rechtzeitig vor der Steuermannsbesprechung schwammen zehn 510er, L17 und 517er am Steg und es konnte losgehen.
Wie zum Dank daf├╝r kam auch noch der richtige Wind aus NO in St├Ąrke 2-3 Beaufort und wir konnten darauf hoffen, heute schon drei L├Ąufe zu segeln.
Der erste Lauf machte richtigen Spa├č, denn der Wind kam best├Ąndig mit 3 Beaufort aus Nordost und der See geh├Ârte uns. Der Tretbootverleih hatte in dieser Supersaison genug Kasse gemacht und war geschlossen. Peter Mehs f├╝hrte mal wieder das Feld an, dicht gefolgt von Heinz Dochnahl und J├Ârg Fuchs. In dieser Reihenfolge beendeten die drei auch den ersten Lauf. J├Ârg sicherte sich mit dem Ergebnis im ersten Lauf eine gute Platzierung in der Endabrechnung. Eine starke Leistung boten die Korsarsegler Walter und Anne Priemer und bewiesen damit ihr seglerisches K├Ânnen. Auf einem f├╝r sie v├Âllig ungewohnten 510er segelten sie konstant alle drei L├Ąufe im vorderen Feld und schafften es so in der Endabrechnung auf den dritten Platz.
Der Wind blies weiterhin mit 3 Beaufort ├╝ber den See, so da├č wir gleich den 2. Lauf starten konnten. Allerdings wurde er jetzt b├Âiger und das bekamen Annika Becker und Franziska Birk zu sp├╝ren, die in einer dieser B├Âen WilliÔÇÖs 517er 'Papillon' flachlegten und nur mit M├╝he ein Durchkentern verhindern konnten.
Schnell kamen einige Boote zu Hilfe und es gelang, die 'Papillon' wieder aufzurichten. Kaputt gegangen war nichts und die beiden M├Ądels segelten zur├╝ck an den Steg, um die Kleidung zu wechseln.
Im dritten Lauf waren sie wieder dabei und beendeten diesen mit dem dritten Platz. So mancher Segler h├Ątte nach so einer Havarie sein Boot am Steg festgemacht und w├Ąre zu Kaffee und Kuchen ├╝bergegangen, anstatt noch einen Lauf zu segeln.
Einen vierten Lauf startete Guido nicht mehr, denn der Wind begann nachzulassen und es w├Ąre dann zu sp├Ąt geworden. Das Wichtigste hatten wir ja erreicht: Drei L├Ąufe mit 10 Booten. Eine Ranglistenwertung war also gesichert.
So kamen wir alle rechtzeitig zum Losheimer Seglerhock, dessen Qualit├Ąt immer wieder neu erw├Ąhnt werden muss. Am Ende des Tages konnten alle Beteiligten das einhellige Fazit ziehen: Das war ein sch├Âner Segeltag und die Fahrt nach Losheim hatte sich gelohnt.
Bei dem reichhaltigen Fr├╝hst├╝ck am Sonntag konnten wir uns viel Zeit lassen, denn der See blieb spiegelglatt bis zum Abend. Trotzdem war diese Regatta ein sch├Âner Abschlu├č der Saison und wir hoffen, da├č es nicht die letzte Ranglistenregatta der 517er in Losheim war.
 
 
Bericht von Peter Ohl