Herbstregatta der 517er und Offene
Saarlandmeisterschaft 2011 in Losheim - Wind
gab es keinen, aber sonst stimmte alles …

 
Manch einer hat dem späten Termin 01. und 02.10.2011 sicher mit gemischten GefĂĽhlen entgegen gesehen. Das wird eine kalte, nasse Angelegenheit werden so spät im Seglerjahr. SchlieĂźlich ist Herbst, steht im Kalender. Aber der Wettergott ist in 2011 ziemlich durcheinander und hat die Jahreszeiten vertauscht. Sommer war im FrĂĽhling, der Herbst fand im Sommer statt und jetzt, pĂĽnktlich zum kalendarischen Herbstanfang, entfaltete der Sommer seine ganze Pracht mit ungewöhnlicher Hitze, strahlend blauem Himmel und – Windstille.
 
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Warten auf Wind in Losheim
 
 
Es sollte nach Bosen die zweite Regatta in 2011 werden, bei der wegen spiegelglattem Wasser nicht ein einziger Lauf zustande kam. Aber das Warten auf Wind fiel nicht schwer, denn Marliese, Bärbel und Hanne hatten für ein opulentes Kuchenbüffet gesorgt und so floss der Kaffee in Strömen, trotz der Hitze. An dieser Stelle muss man den drei Damen ein dickes Kompliment machen für die klasse Bewirtung an den beiden Tagen. Die 100 Punkte für den Gesamtsieger bleiben diesmal an Land und gehen an die Besatzung der RSC – Küche.

Einige Boote fuhren, oder besser gesagt, ließen sich doch noch hinaus treiben, denn der Wille zum Segeln war da. Aber es war einfach zu wenig Wind über dem Wasser und so legte nach einiger Zeit derjenige wieder als Erster am Steg an, der das größte Paddel an Bord hatte.

Der sportliche Teil des ersten Tages war damit gelaufen und wir freuten uns auf den Seglerhock, der die entgangenen Starts schnell vergessen machte.

Längst hatte der unverwüstliche Jupp seine riesige Grillpfanne vor dem Clubhaus aktiviert, das Büffet war auch schon aufgebaut und der Seglerhock, bei dem keiner mehr über das Segeln sprach, konnte beginnen. Beim Grillen und Anrichten waren nur Kompetenzen am Werk und wir kamen alle auf unsere Kosten. Gekrönt wurde das Essen von einem märchenhaften Sonnenuntergang. Es stimmte einfach alles.
 
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Jupp mit seiner riesigen Grillpfanne
 
 
Es kam aber noch besser. Die Seglerhocks in der 517er–Szene sind nicht mehr das, was sie mal waren, denn jetzt wird nicht nur rumgesessen und viel ges…getrunken. Was beim Seglerhock an der ersten Silbersee-Regatta begann und selbst in Bosen auf der Wiese möglich war, fand hier seine Fortsetzung. In der Truppe gibt es einige sehr gute Tänzerinnen und Tänzer und kaum war der letzte Teller geleert, wurden die mitgebrachten CDs ausgepackt. Sogar den Jupp hielt es bei der Musik von ACDC nicht mehr auf seiner Bank.
Es wurde wieder ein schöner Abend, an dem Zeit keine Rolle spielte. Nachdem Wettfahrtleiter Guido dem Treiben eine Zeitlang zugesehen hatte, verschob er schon mal den Start am nächsten Morgen auf 11 Uhr.

Leider blieb auch am nächsten Morgen der See spiegelglatt, so dass wir uns unten auf der Bank beim Steg zusammen setzten, redeten und lachten und die mitgebrachten Sekt- und Cremant – Vorräte verputzten.
Guido schickte uns zwar noch einmal hinaus, aber es reichte einfach nicht und als der letzte wieder zurückgepaddelt war, schoss er die Regatta ab. Das war’s für dieses Jahr, leider. Bosen und Losheim konnten somit nicht gewertet werden.

Damit schlieĂźt auch dieser Regattabericht der etwas anderen Art, aus dem man aber herauslesen kann, dass niemand den Weg nach Losheim bedauert hatte, sondern sich alle bei uns wohl fĂĽhlten. Bleibt zu hoffen, dass sich die Klasse im neuen Jahr genauso wieder zusammenfindet.

Mast- und Schotbruch und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel wĂĽnscht Euch
Peter Ohl